Es ist oft zu hören und zu lesen, fairer Handel, doch was bedeuten diese Worte? Fairer Handel bedeutet kontrollierter Handel. Hier werden die Erzeugerpreise für die Produkte, die gehandelt werden über dem Weltmarkpreis angesetzt. Somit können die Produzenten der Waren ein höheres und vor allem verlässlicheres Einkommen erwirtschaften. Weiter soll die Produktion so gestaltet werden, dass alle internationalen Sozial- und Umwelstandards eingehalten werden können.
Bei dem fairen Handel handelt es sich vorwiegend um Waren, die aus Industrie- und Entwicklungsländern in andere Länder exportiert werden. Diese Waren können Erzeugnisse aus der Landwirtschaft, Waren und Produkte aus dem Handwerk und Bereiche aus der Tourismus Branche sein. Alle diese Waren werden in Supermärkten, Weltläden, Naturkostläden und in der Gastronomie angeboten. Derzeit können über 1,4 Millionen Bauern und Landwirte aus dem fairen Handel profitieren.
Nach traditioneller Art geht es bei dem fairen Handel in erster Linie um die landwirtschaftlichen Güter der Entwicklungsländer, die dann in Industrieländer exportiert werden. Das System der Zertifizierung beschäftigt sich mit den Waren Kaffe, Kakao, Tee, Eistee, frisches Obst, getrocknetes Obst, Säfte, Zucker, Rohrzucker, Schokolade, Reis, Nüsse, pflanzliches Öl, Wein, Gewürze und Baumwollprodukte.
Die Produkte aus fairem Handel können anhand eines Gütesiegels erkannt werden. Die Faritrade Labelling Organizations International, kurz FLO, ist eine der größten Organisationen, die alle Produkte unabhängig überprüft und für die Einhaltung des fairen Handels verantwortlich ist. Ihr Gütesiegel ist international gültig. Neben dem Hauptsiegel, das die Waren für den Verbraucher erkennbar macht, gibt es noch einige Labels, die nicht weit verbreitet sind. Diese sind auf bestimmte Länder, Produkte, Regionen und oder Unternehmen und Organisationen beschränkt. Sehr bekannt hierfür sind BanaFair, Rugmark und Flowerlabel.
Doch alle diese Organisationen haben neben der Kennzeichnung der Waren eins gemeinsam. Sie arbeiten dafür, dass die Menschrechte weltweit eingehalten werden und bei der Produktion dieser Produkte keine Sklaven und Kinder als Arbeiter eingesetzt wurden. Weiter muss die Zahlung des festgelegten und vor allem fairen Preises die Produktionskosten decken und natürlich müssen die Produzenten der Waren ihre Existenz sichern können. Dieses sind unter anderem die Kriterien, die im Bezug auf Anbau und Ökologie festgelegt wurden.
Wer also beim nächsten Gang in den Supermarkt Lebensmittel kauft, kann sich anhand des Gütesigels sicher sein, gute Waren aus fairem Handel gekauft zu haben.